Modelleisenbahnclub Rapperswil-Jona
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Auf Grund verschiedener Anlagenideen nach Bezug des Clublokals wurde das Konzept «Südostbahn» als Grundgedanke der neuen Grossanlage ausgewählt. Motivation für diese Thema war nicht die Nachbildung von Südostbahnstrecken, sondern viel mehr die Nachbildung einiger der bedeutendsten Bahnhöfe aus der Region, und ein Betriebskonzept mit einer doppelspurigen Rundstrecke und Zweiglinien, welche sich in einem dritten Bahnhof vereinigen. Auf der Rundstrecke wurden bekannte Brückenbauten, wie die Meienreussbrücke der Gotthardbahn oder die Stahlbrücke bei Wetzikon integriert. Die beiden Bahnhöfe Wädenswil und Pfäffikon bilden die Betriebsmittelpunkte und sind gleismässig den Vorbildern nachempfunden. Die jeweils abzweigenden Nebenstrecken werden nach Samstagern geführt, und mit der noch zu bauenden Kehrschleife, können die Züge wieder an eine der Ausgangsstationen in der Hauptstrecke zurückgeleitet werden. Die Abzweigung Rapperswil im Bahnhof Pfäffikon bedient einen umfangreichen Schattenbahnhof, welcher zusammen mit zwei weiteren Abstellbahnhöfen einen abwechslungsreichen Zugbetrieb ermöglichen soll.

Gesteuert werden die Züge von Hand, so dass jeder Lokomotive ein Lokführer zugeteilt werden muss, der entsprechend den Signalbildern auf Sicht zu fahren hat. Die Betriebsdisponenten der Bahnhöfe diktieren mit den vorbildgerechten Gleisbildstellwerken das Betriebsgeschehen.

In Wädenswil wird der Disponent durch eine eigenentwickelte PC-Steuerung unterstützt, Pfäffikon bedient sich der herkömmlichen Relaistechnik. Sicherheitstechnisch ist alles nach SBB-Norm ausgeführt. Die Stellwerkanlage Samstagern fehlt zur Zeit noch, so dass hier vorläufig mit einem Provisorium gearbeitet werden muss.

Zahlreiche Bauwerke beleben diese Anlage und verhelfen ihr zu der einzigartigen Ausstrahlung. Diese Bauten sind ausnahmslos von Clubmitgliedern geschaffen worden und geben das Vorbild treffend wieder.
 

Im Vordergrund die Stahlbrücke bei Wetzikon, von uns in doppelspuriger Version nachgebaut. Sie wurde aus gefrästen Messingprofilen zusammengelötet.
Dahinter die Meienreussbrücke bei Wassen an der Gotthardbahn. Sie ist auf Grund von Originalplänen und diversen Fotos exakt bis auf den letzten Stein nachgebildet worden.

Diorama «Hombrechtikon in den 30er Jahren»

Am 2. Oktober 1948 fuhr der letzte fahrplanmässige Zug der «UerikonBauma Bahn» von Uerikon nach Bauma. Der Verein «Pro Hombi» organisierte im Herbst 1998 im Ortsmuseum Hombrechtikon eine Ausstellung mit dem Titel «50 Jahre ohne Dampf» zum 50. Jahrestag der Stilllegung. Wir wurden angefragt, ob wir vorhandene Modelle der Clubmitglieder ausstellen und «Betrieb» machen könnten.

Schnell zeigte sich aber, dass unsere vorhandene Spur 0-Modulanalage für die Ausstellungsräumlichkeiten viel zu gross war. Da wir an der Ausstellung aber unbedingt einen Modellbahnbetrieb zeigen wollten, bauten wir in über 2500 Arbeitsstunden das Diorama «Hombrechtikon in den 30er Jahren». Wir waren frei in der Gestaltung, legten aber Wert auf:

  • Massstäbliche Umsetzung des Gleisplans von Hombrechtikon

  • Realistische, zeitgerechte Landschaftsgestaltung

  • Exakter Nachbau des Bahnhofgebäudes

  • Automatischer Pendelbetrieb oder manueller Betrieb mit Zug-und Rangierfahrten

  • Transport der einzelnen Elemente in einem PW

  • Möglichkeit der Erweiterung durch Anbau von weiteren Elementen

 

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